Jahreshauptversammlung der FWG Bayerisch Gmain

Die Freie Wählergemeinschaft Bayerisch Gmain hatte ihre Mitglieder in den Dreisesselwirt zur Jahreshauptversammlung mit einer umfangreichen Tagesordnung eingeladen. U.a. standen diesmal Neuwahlen und der Beschluss über eine neue Satzung an. Vorsitzender Peter Renoth berichtete nach der Begrüßung der Mitglieder über das vergangene Jahr. Er ging dabei auf die schwierige Situation in der Gemeinde ein, die nicht zuletzt auf die offensichtliche gesundheitliche Beeinträchtigung des 1. Bürgermeisters zurückzuführen ist.

Recht positiv war dagegen der Kassenbericht von Horst Höllring. Kassenprüfer Reinhard Giglmaier bescheinigte eine übersichtliche und einwandfreie Kassenführung. Die beantragte Entlastung des Kassiers sowie des gesamten Vorstands wurde einstimmig erteilt.

Die bereits vorbesprochene neue Satzung wurde mit einer Enthaltung angenommen.

Bei den Neuwahlen stellten sich Peter Renoth als Vorsitzender und Horst Höllring als Kassier wieder zur Verfügung. Als 2. Vorsitzender war Hubert Wein, als Schriftführer Reinhard Giglmaier vorgeschlagen. Die Vorgeschlagenen wurden ohne Gegenstimme gewählt.

Der neue Vorstand, von links: 2. Vorsitzender Hubert Wein, Kassier Horst Höllring, 1. Vorsitzender Peter Renoth, Schriftführer Reinhard Giglmaier

 

Wie immer konnten dann beim letzten TOP die Mitglieder ihre Fragen, Sorgen und Nöte loswerden. Es war deutlich erkennbar, wie sehr die Bürger auf eine Bürgerversammlung warten, die trotz zwingender Vorschriften und einstimmiger Beschlusslage immer wieder hinausgeschoben wird.

Weitere Fragen kamen zur desolaten Meile in der Gmoa, vom Alpgarten bis zur Kuranstalt. „Es gehe das Gerücht um, dass die Gemeinde den Alpgarten zurück gekauft hat“. Das Gerücht entbehrt sicher nicht einer gewissen Grundlage, hielt sich Renoth bedeckt. Der Verkauf „Alpgarten“ wurde von der FWG schon seit jeher kritisiert, auch angezweifelt, ob das Grundstücksgeschäft rechtens ist. Schon vor langer Zeit wurde die Rechtsauffassung der FWG bestätigt, geschehen ist seitens der Gemeinde bis vor kurzem kaum etwas. Die Baugenehmigung für die Kuranstalt Becker sollte noch diese Woche eintreffen. Und für den Mannharthof ist bereits eine Bauvoranfrage positiv vom GR entschieden worden.

Ein weiterer Problempunkt ist die fehlende Lautsprecheranlage im Sitzungssaal, die schon seit Jahren moniert wird. Wie überhaupt beim Projekt Haus des Gastes und Rathaus es sehr zögerlich vorangeht. Der hierfür extra eingerichtete Arbeitskreis wurde schon lange nicht mehr einberufen. Die Änderung des Flächennutzungsplanes für die FlNr. 309 („Hotelgrundstück“) ruht ebenfalls seit langem, obwohl hierin bestimmt ganz viel Brisanz liegt.

Die jetzige Lösung der Grüngutentsorgung, wo der Bürger sein Grüngut am rückwärtigen Ende das Wertstoffhofes ablegen kann und das dann mit Maschinenkraft in den Grüngutbehälter gehoben wird, ist zwar nicht optimal, aber derzeit das Beste für unsere Bürger.

Auch die großen Steine am Bahnhofsvorplatz stießen auf Kritik. Die Gemeinde will sich hier aber um eine Lösung kümmern. Der erste Vorsitzende beendete um 21:00 Uhr die Versammlung, danach wurde noch im kleinen Kreis weiter diskutiert.

Die Steine des Anstoßes, jedenfalls wenn man in der Dunkelheit vom Bahnhof kommt.