Der Edeka-Markt und der Fußgänger

Bei der Veranstaltung "Kirchholztunnel" am 25.04.2016 hat es ein Besucher auf den Punkt gebracht:

Bei der öffentlichen Hand wird immer so lange geprüft, bis die teuerste und schlechteste aller Lösungen dann verwirklicht wird.
Da hat er ein wahres Wort gesprochen!

 

Schon vor dem Bürgerbegehren im Jahre 2011 wurde von allen politischen Gruppierungen versprochen, dass die Planung für den Markt ganz sicher auch eine optimale Erreichbarkeit für Fußgänger und Radfahrer, für Behinderte und Mütter mit Kinderwagen enthalten wird.

Nachdem der Bürgerentscheid dann positiv für den Edeka-Markt entschieden wurde, hat es lange gedauert, bis man sich wieder daran erinnert hat, oder auch erinnert wurde. Erinnert wurde vor der letzten Kommunalwahl, vor eineinhalb Jahren. Inzwischen wurde eine erste Planungsvariante dem Gemeinderat vorgestellt. Es ist besser als alle bisherigen Vorschläge, macht aber immer noch den Eindruck, als wäre das eher aus dem Handgelenk heraus entworfen.

Der FWG fehlt die wirkliche Nähe zum Bürger. Es wirkt wenig überzeugend, dass das von den Fußgängern und Radfahrern auch wirklich angenommen wird. Aber wenn die Maßnahme in diesem Sommer -oder im nächsten, oder im übernächsten- verwirklicht wird, kann man die Wirkung ja erkennen.

 

 

Im Abschnitt 1 führt der Radweg vom Anschluss Bichlstraße über die Bushaltestelle am Ortseingang an der Querungshilfe über die B20 und dann die Kendlinger Brücke. Daran ist jetzt prinzipiell nichts auszusetzen. Ob ein Radweg an dieser Position überhaupt gewollt und gut nutzbar ist, muss im überregionalen Zusammenhang gesehen werden.

Der Abschnitt 2 führt von der Kendlinger Brücke an der B20 bis zur Überführung der "Unteren Bahnhofstraße". Dabei soll die Bushaltestelle verlegt werden, bis auf Höhe der noch zu errichtenden Querungshilfe zwischen den beiden Linksabbiegespuren. Auch das wird von der FWG befürwortet, wir nehmen an, dass dieser Fuß- und Radweg dann auf dieser Seite der B20 weiter geführt wird.

Der Abschnitt 3 findet bei uns dann aber keine Zustimmung mehr. Ein Fußweg von der Querungshilfe über die verlegte Bushaltestelle, entgegen der Zielrichtung weiter über den Parkplatz Edeka findet sicher auch bei Fußgängern keine Zustimmung.

Abschnitt 4 beinhaltet dann die Auf- und Abfahrten beidseits der B20 zur Unteren Bahnhofstraße. Zum Rad- und Fußweg von der Unteren Bahnhofstraße zur Schillerallee hatte der Gemeinderat schon im Juni 2014 einen Ortstermin, nun scheint eine brauchbare Planung in Sicht. Auch wenn immer noch eine Steigung von 8% zu überwinden ist, so ist dabei doch schon viel gewonnen, wenn das auch die Radfahrer nutzen können.

 

Schon zur Kommunalwahl 2014 hat die FWG ihre Variante vorgestellt, die nach unserer Auffassung für Fußgänger den Idealfall darstellt. Ein Durchstich an der Querungshilfe direkt zum Edekamarkt vermeidet jeden unnötigen gegenläufigen Umweg. Sicher wäre es ideal, wenn die Bushaltestelle nach Bad Reichenhall am ursprünglichen Platz bleiben könnte. Dazu ein Fußweg nördlich der B20 bis zum Walldurchstich. Aber dieser Fußweg wird aus Platzgründen vermutlich nicht möglich sein. Falls die Bushaltestelle verlegt wird, ist der Teil des Fußweges von der Haltestelle zur Querungshilfe nötig.

 

Vorschlag FWG