Das Staatsbad Bad Reichenhall mit Bayerisch Gmain

"Man möcht gern wissen wann es aus ist"

plaudert der Kabarettist Bruno Jonas so vor sich hin, als er hier in Bad Reichenhall auftritt. "Gerne mag man am Anfang schon mal wissen, wann es aus ist. Gerade im Staatsbad Bad Reichenhall, da will man wissen, wann das Ende kommt." soll er gesagt haben. Was er damit wohl gemeint hat?
Vielleicht das Bad Bockleter Modell?
Mit einer Burgen- und Schlösserverwaltung?
Mit Burgfräulein?

Und die Vermarktung übernimmt die Kurstadt selbst?

Vielleicht der Oberbürgermeister?

Beteiligung am Markenfindungsprozess

Auf dieser Seite (ganz unten) haben wir unter

"Die belebendste Alpenstadt Deutschlands"

behauptet, dass sich die Kur-GmbH nicht nur mit den 20.000€ + MwSt in einer ersten Tranche am Markenfindungsprozess der BGLT beteiligt, sondern zusätzlich auch in der Höhe ihrer Gesellschafterbeteiligung 25,2% bei der BGLT. Das wäre dann  ein Beitrag von insgesamt 53.000€ incl Mehrwertsteuer für eine Tranche gewesen. Die Unterstützung der BGLT ist immer noch nicht so ganz öffentlich, es sollte aber so sein, dass die BGLT -und damit die Gesellschafter- 100.000€ , die TRBK 30.000€, die Kur-GmbH 20.000€, WFG und LRA jeweils 10.000€ tragen. Pro Tranche, jeweils zusätzlich 19% Mehrwertsteuer.

Frau Kurdirekorin Squarra hat dem bei einer Besprechung am 27.05.2015 energisch widersprochen. Es geht nach den Worten der Kurdirektorin nur um die Summe von 20.000€ + MwSt je Tranche. Die BGLT wird ihre Haushaltsmittel so umschichten, dass die Gesellschafter dadurch nicht zusätzlich belastet werden, sagt Frau Squarra. Die Kur-GmbH wird also nur Ausgaben in Höhe von 40.000€ + MwSt haben, also rund 48.000€. Die Gesellschafter der BGLT werden durch diesen Markenfindungsprozess dabei nicht weiter finanziell belastet werden.

Man darf gespannt sein, ob diese Aussage nach dem Jahresabschluss der BGLT 2014 und 2015 noch seine Gültigkeit behält?

Wir kommen bestimmt darauf zurück!

Auf jeden Fall hat die Gemeinde Bayerisch Gmain über den weiteren Markenfindungsprozess immer noch nicht abgestimmt!

Wir gehören also gar nicht dazu, und müssen auch gar nichts bezahlen!

 

Neues Alleinstellungsmerkmal: Lack & Leder ?

Wer hätte das gedacht? Die Geschäftsführung der Kur-GmbH hat anscheinend hart gearbeitet, und ein Highlight als Alleinstellungsmerkmal aufgetan. Wie am Samstag, 30.08.2014 im Reichenhaller Tagblatt zu lesen ist, hat man es mit einer Veranstaltung zum Thema "Lack und Leder" probiert. Es muss ein voller Erfolg gewesen sein, 400 Gäste sollen das Angebot genutzt haben. Dort wurde auch etwas geboten, neben den üblichen Fessel- und Folterinstrumenten sollen auch ganz besonders pikante Sitzgelegenheiten angeboten worden sein.

Ja, das ist ein recht zahlungskräftiges Publikum, das Marketing für die Kurstadt ist mit dem Artikel auch ganz beachtlich, hier eröffnen sich neue Geschäftsbereiche. Stimmungsvolle Bilder zu unserem Reichenhaller Ball direkt auf subrosadictum.de

 

Brandneu ist die Meldung des Landesamtes für Statistik in Bayern, dass bis Ende Mai 29,5 Millionen Übernachtungen in Bayern gemeldet wurden. 2014 wird wohl wieder so ein Rekordjahr wie 2012, da ist man sich bei der SZ in der Bewertung sicher. Hier im Südosten kommt davon aber recht wenig an. Bisher ist laut Statistik der BGLT im Staatsbad bis Juni ein Minus von 0,86% Übernachtungen zu verzeichnen. Wenn man den recht guten Juni herausrechnet -also mit den Zahlen des LA f. Statistik vergleicht-  bleibt sogar ein Minus von 2,9%!

Entweder gelingt die Vermarktung nicht, dann sind falsche Personen an verantwortlicher Stelle,
oder das Staatsbad hat sich erübrigt, dann sind die verantwortlichen Personen "über"!
Und ein Staatsbad erübrigt sich, wenn die Aufenthaltszahlen dauerhaft unter 5 Tagen liegen.

Brandneu Von vorgestern ist die Meldung dass der Mehrheitsgesellschafter der Kur-GmbH -der Freistaat Bayern- die Kurtaxe um 0,10 Euro anheben will. Dazu muss er eine 3/4-Mehrheit überzeugen. Die Gemeinde Bayerisch Gmain hat das Verlangen mit 10:5 Stimmen abgelehnt. Natürlich ist die Erhöhung verkraftbar, aber es ist eindeutig das falsche Signal, bei den ständig rückläufigen Übernachtungszahlen. Peter Renoth wurde im Reichenhaller Tagblatt zu diesem TOP auch nur auszugsweise zitiert. Die ganze Aussage ist im Pressespiegel zu lesen.

Es kommt jetzt auf die Stadt Bad Reichenhall an, ob sie derselben Meinung ist wie der Freistaat, und für diese Erhöhung der Kurtaxe stimmt.

Und die Stadt Bad Reichenhall war mehrheitlich der Meinung, dass die Erhöhung der Kurtaxe erforderlich ist. Da hat der Kämmerer der großen Kreisstadt noch etwas in der Argumentation nachgeholfen, siehe Pressespiegel. Ob das rechtlich wirklich haltbar ist, darf bezweifelt werden.

 

Wie bereits am Namen ersichtlich, handelt es sich um das Staatsbad Bad Reichenhall, dem auch die Gemeinde Bayerisch Gmain angehört. Verwaltet wird das Staatsbad von einer Kur-GmbH, an der der Freistaat Bayern seit Januar 2014 mit 54,5%, die Stadt Bad Reichenhall mit 38,5% und die Gemeinde Bayerisch Gmain mit 7% beteiligt ist. Mit dem 01.01.2014 hatte die Stadt Bad Reichenhall weitere 5% Beteiligung vom Freistaat übernommen. Das negative Betriebsergebnis dieser Kur-GmbH beträgt derzeit jährlich circa 2,5 bis 3 Millionen Euro, das von den Gesellschaftern auszugleichen ist.

Nachzulesen unter https://www.bundesanzeiger.de dort dann nach Kur-GmbH Bad Reichenhall unter Finanzberichte suchen.

Das bedeutet für die Gemeinde normalerweise eine jährliche Belastung von 175.000 bis 200.000 Euro. Die Vorauszahlungen laut Wirtschaftsplan der Kur-GmbH liegen allerdings jährlich im Bereich von 300.000 Euro für unsere Gemeinde. Begründet wird das regelmäßig mit dem nötigen Cashflow, den die Gesellschaft benötigt. Dieser Cashflow ist auch ein Indikator über die wirtschaftliche Überlebensfähigkeit von Unternehmen. Jedenfalls ergibt sich hier regelmäßig eine Differenz von fast 100.000 Euro pro Jahr zu Lasten der Gemeindekasse.

Neben diesen circa 300.000 Euro ergibt sich aber weiterer Finanzmittelbedarf der Gemeinde für den Tourismus.

Die Bilanz der Gemeinde für die Kurbetriebe listet als Einnahmen jährlich etwa 150.000 Euro auf, während sich die Ausgaben auf annähernd 750.000 Euro belaufen. In diesen 750.000 Euro sind auch die Zahlungen laut Wirtschaftsplan an die Kur-GmbH enthalten.

Das bedeutet, dass die Gemeinde außer diesen annähernd 300.000 Euro an die Kur-GmbH in Bad Reichenhall, weitere 450.000 Euro für den Tourismus im Ort aufwendet

In diesem Zusammenhang muss man auch auf die Übernachtungszahlen eingehen.
Die jährlichen Übernachtungszahlen für das Gemeindegebiet hatten sich bis 2011 auf rund 200.000 Übernachtungen jährlich eingependelt, danach ist durch die Baumaßnahmen in der Klinik Hochstaufen und auch im Feuerwehrheim für 2012 ein erheblicher Rückgang auf fast 150.000 Übernachtungen feststellbar. Wenn die Kur-GmbH im Reichenhaller Tagblatt vom 03. Mai 2014 eine Steigerung der Übernachtungszahlen in Bayerisch Gmain von 16% auf 188.936 für das Jahr 2013 angibt, ist aber der Stand von 2011 noch lange nicht wieder erreicht. Und gerade diese beiden Betriebe generieren annähernd 75% der gesamten Übernachtungen im Gemeindebereich. Und diese beiden Betriebe sind kaum auf Marketing durch die Kur-GmbH angewiesen, da sie ihre Gäste über andere Kanäle erhalten.

Dann bleiben letztendlich 40.000 bis 50.000 Übernachtungen, die auf unsere privaten Vermieter entfallen.
Ob dafür ein Aufwand von 750.000 Euro wirklich erfordlich ist?
Noch dazu bei dem Standortnachteil, dass für jede Übernachtung 3,10€ zusätzlich vom Gast kassiert und an das Staatsbad abzuführen ist?

Die Gemeinde hat die Möglichkeit den Vertrag mit der Kur-GmbH zum 31.12.2016 zu kündigen!
Wenn man diesen Vertrag kündigt, muss man in der Lage sein, die Vermarktung selbst zu übernehmen.
Dazu müssen die notwendigen Strukturen rechtzeitig aufgebaut werden!
Dafür hätte man längst die Grundlagen schaffen müssen!

 

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